5. September 2016

„Endlich … endlich bin ich wieder erwacht.“

Werner Karl: Menosgada

Im Jahre 54 v. Chr. erfahren die Bewohner der keltischen Siedlung Menosgada am Flusse Menos die düstere Wahrheit hinter der Legende vom Alten Mann vom Berge. Er wird auch der Seelenfresser genannt. Die Fürstin Brianna und der germanische Bernsteinhändler Arwed können nicht ahnen, welche Schrecken ihre Zukunft bereit hält.

Nachdem ich schon die Spiegelkrieger-Trilogie des Autors gelesen habe, war die Leserunde für „Menosgada“ natürlich ein Muss für mich. Das Buch hat mir auch sehr gut gefallen. Wie immer war der historische Hintergrund wunderbar recherchiert und ausgearbeitet, die Charaktere haben Tiefe und Authentizität.
Gerade die Beziehung zwischen Brianna und Arwed finde ich wunderbar. Es ist gerade genug Romantik, um das Herz zu berühren, aber nicht zu kitischig, als dass der Leser einen Eimer braucht.
Auch die Art und Weise, wie der Alte vom Berge schließlich aufgehalten wird finde ich sehr amüsant. Allerdings ging mir dessen Ende zu schnell. Mir hätte ein kurzer Ausblick auf seine Perspektive zugesagt.
Meine einzig negative Kritik besteht darin, dass ich manche Passagen zu schnell erzählt fand. Ich kann es auch gar nicht genau in Worten beschreiben, was ich noch erwartet hätte.

Mein Fazit: Absolut lesenswert. Ich bestehe nur drauf, dass es jetzt Warnhinweise auf den Büchern gibt, die auf den Einsatz von Schlangen in der Geschichte aufmerksam machen. Das würde vielleicht dazu führen, dass ich beim umblättern nicht miepend durchs Zimmer hüpfe, weil in regelmäßigen Abständen diese auftauchen ...

Bewertung: 4 von 5 Sternen