5. Mai 2015

Nur ein Bündnis kann ihre Welt retten!

Werner Karl: Dämon der Spiegelkrieger. Spiegelkrieger 03

Quelle: Autor
Die Römer sind aus Breith vertrieben, doch Arianrhod, Königin der Picten, kann nicht zur Ruhe kommen. Brannon, ihr Sohn, hat sich durch den Einfluss der Tafel in einen furchterregenden Dämon verwandelt, der auf Blut und Leid aus ist. Wohl wissend, dass es jenseits der See einfache Beute gibt, fällt er in Germanien ein und verbreitet Tod und Verderben. Arianrhod hat geschworen, ihn zur Strecke zu bringen, doch nur ein Bündnis mit den Germanen und einem weiteren unglaublichen Verbündeten scheint in der Lage, dem Unheil Einhalt zu gebieten …

Auch der dritte Band der Trilogie steht seinen beiden Vorgängern in Nichts nach. Spannend bis zur letzten Minute und mit einer epischen Schlacht am Ende wird die Geschichte der Spiegelkrieger abgeschlossen. Dazwischen begegnet man alten und neuen Bekannten, die alle nur kleine Rädchen im Getriebe des Schicksals sind, um ihre Welt zu retten.
Der Autor bleibt seinem Stil treu und so erwartet den Leser eine düstere und blutgetränkte Geschichte, in der aber die zarteren und ruhigeren Momente ein Gleichgewicht herstellen und einen in jedem Moment fesseln. Hierbei werden die Kämpfe nicht schöngeredet oder heroisch gefärbt, sondern spiegeln die Tatsachen wider, was durchaus vom Autor so beabsichtigt war.

Brannon wird sehr deutlich beschrieben und so läuft einem mehr als ein Schauer den Rücken runter, wenn die Sprache wieder auf ihn gebracht wird. So handelt er innerhalb seiner Motivation immer schlüssig und ist doch nur ein Spielball höherer Mächte.
Deutlich weiterentwickelt hat sich Arianrhod, die von einer blutrünstigen Rachegöttin endlich wieder zu einer denkenden Person geworden ist und vernünftig handelt. Sie hat wirklich die größte Wandlung innerhalb dieser Trilogie durchgemacht und ist dabei doch immer glaubwürdig geblieben.

Ich habe genau zwei Dinge an diesem Roman auszusetzen. Zweimal werden Dinge erwähnt, aber nicht abschließend erklärt. Während das eine noch ein wenig wichtig für die Handlung ist, zeigt der zweite Sachverhalt keinerlei Signifikanz, hätte aber noch ein schöner Moment werden können. Bei beiden Gelegenheiten hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte ein wenig mehr ausgeführt worden wäre. Aber das ist wirklich schon jammern auf hohem Niveau.

Von dieser Geschichte mag ich mich gar nicht trennen und so hoffe ich, dass es irgendwann noch mehr aus diesem Universum geben wird, denn genügend Potenzial und Geschichten sind auf jeden Fall vorhanden. Bis dato ist dieser Band definitiv mein Highlight 2015!

Bewertung: 5 von 5 Sternen 


Ich danke dem Autor für seine Geduld, während ich aus gesundheitlichen Gründen nur langsam lesen konnte. Auch den dritten Band durfte ich mit ihm in der Lovelybooks Leserunden lesen. Vielen Dank für alles!